Der Norden – III. Teil – Cabarete


Zurück zur großen Karte

Danach ging es dann weiter nach Cabarete. Auch hier war ich vorher schon einmal gewesen. Cabarete liegt im Norden der Dom und wenn man von Las Terrenas aus anreist, setzt sich das Panorama aus palmengesaeumten Strassen und menschenleeren Straenden weiter fort (ueber Sánchez, Nagua und Cabrera). Diesmal ging es fuer 3 Tage in den Apartment-Komplex Royal Residences. Inkl. Pool und heisser Dusche. Kann man sich als Freiwilliger ohne Einkommen ja durchaus mal goennen. Oder? Kann man tatsaechlich! Zumindest, wenn man ueber Couchsurfing reist. 🙂 Der Name des Gastgebers war Jeffrey, ein pensionierter Immigration Officer, der das ganze Jahr ueber ein Gaestezimmer frei stehen hat – sowahr nicht gerade seine Familie zu Besuch kommt – und dieses kostenlos fuer Reisende aus aller Welt zur Verfuegung stellt. Yay!

IMG_30092017_142425

IMG_31122017_225049

Der Strand war nicht weit und an Silvester waren fast alle 27 Ecoselva-Freiwilligen zum Feiern vereint. Um Mitternacht gab es ein kleines Feuerwerk, aber mein persoenliches Highlight waren mehrere kleine Himmelslaternen, die eine nach der anderen fliegen gelassen wurden. Schon bald war der dunkle Nachthimmel voll von ihnen. Irgendwann waren sie so weit oben, dass sie aussahen wie funkelnde Sterne… mit dem einzigen Unterschied, dass sie frueher oder spaeter wieder runter kommen wuerden, genau so wie auch die Raketen, und den etlichen Plastikflaschen und Styroporboxen im Meer Gesellschaft leisten wuerden… Bevor sie schliesslich auf den Meeresgrund absacken, von Tieren gefressen oder zurueck an die Straende gespuelt werden wuerden. Ein trauriges Panorama.

Zur Erinnerung: Ich mache hier ein freiwilliges, oekologisches Jahr. Natuerlich praegt mich das. Zum Glueck! Sonst wuerde ich die Dinge aus genau derselben Perspektive sehen, aus der ich sie bisher  schon immer gesehen habe.


IMG_30122017_121224.jpg

Neben vielen Strandaufenthalten und Silvesterfeierei haben wir in Cabarete noch einen kleinen Nationalpark besucht., den Parque Nacional El Choco. In diesem gab es eine alte, verlassene, von Moos und anderen Dschungelpflanzen ueberwucherte Bar zu entdecken und Tropfsteinhoehlen, in denen man schwimmen konnte. Teilweise musste man superschmale Gaenge hinab klettern, um die kleinen Grotten ueberhaupt erst zu erreichen. Unten war es absolut finster. Ab da wusste man dann auch die spaerlich leuchtende Taschenlampe, die der Tourguide zu Beginn jedem von uns in die Hand gedrueckt hatte, zu schaetzen…


Auszug aus: El año nuevo und andere Feste